Da ist noch Leben drin!

Ein kleiner Rückblick zum gestrigen Spiel gegen die Fortuna aus Köln. Ich bin noch immer so begeistert, das muss einfach mal raus. Keine Ahnung, wann ich das letzte Mal nach einem Tor so abgegangen bin. Ich bin auf Stühle und Bänke gesprungen und es gab wilde Sprachnachrichten in diversen WhatsApp-Gruppen 😀

Da kann man schon mal euphorisiert sein, wenn man kurz vor Abpfiff in Unterzahl in Führung geht. Aber der Reihe nach: Die erste Überraschung durften wir in der Startelf erleben, als dort nicht Lukas Kruse im Tor stand, sondern Michael Ratajczak. Kruse ist wohl kurzfristig an der Grippe erkrankt und musste aussetzen. Brammen saß als Erstatz auf der Bank. Sonst spielte noch Bertels für den angeschlagenen Heidinger.

Das Spiel in der Domstadt

In der ersten Halbzeit Chancen auf beiden Seiten, aber man merkte beiden Mannschaften deutlich an, dass sie bloß nicht verlieren wollten. Wir könnten die Gegner am nächsten Tag mit einer Niederlage pushen und richtig Boden im Abstiegskampf verlieren. Köln hingegen könnte sich mit einem Sieg den Klassenerhalt sichern und bei Niederlage nochmal richtig unten rein rutschen.

Bei Rata hatte ich anfangs noch ein sehr unwohles Gefühl, wenn er eingreifen musste. Die ersten Einsätze hinterließen bei mir einfach ein mulmiges Gefühl, wenn er ran musste. Aber ich sollte mich irren, denn er war zwei Mal in der ersten Hälfte auf dem Posten und hielt stark. Was mir noch stark auffiel waren die extrem vielen langen Bälle nach vorne in der Hoffnung, dass dort jemand rumläuft. Das sah nicht mehr so konzentriert aus wie zuletzt gegen Lotte. Von den zuletzt starken Bickel, Zolinski und Soyak war lange nichts zu sehen.

Wenn man die Chancen nicht nutzt rächt sich das

In der zweiten Halbzeit nahm Köln dann ein wenig das Zepter in die Hand und wurde spielbestimmender. Wir kamen nicht mehr wirklich zu Chancen und als Sebastian in der 72. Minute unnötig mit Gelb-Rot vom Platz flog, ging es gefühlt nur noch darum, den einen Punkt zu halten. Köln eine viertel Stunde in Überzahl machte aber nichts aus seinen Möglichkeiten. Kurz vor Schluss waren die Kölner zu zweit durch und vergaben alleine vor Rata.

Danach in direkter Reihenfolge: Abschlag Rata, Köln klärt ins Aus. Einwurf Herzenbruch auf van der Biezen, der passt auf Soyak, der zieht nach innen und zieht aus 30 Metern einfach mal ab und trifft in den oberen rechten Winkel! Saugeiles Tor, das man HIER nochmal nachgucken kann.
Köln schmiss nochmal alles nach vorne, aber wir standen stabil und haben uns diesen Last-Minute-Sieg nicht mehr nehmen lassen. Nicht vergessen: Aykut Soyak hat morgen am 30.04. Geburtstag und wird 22!

Die Konkurrenz hat gespielt

Heute spielten Bremen II in Aspach und Erfurt in Chemnitz. Und jetzt Trommelwirbel…..

Beide haben unentschieden gespielt. Bremen 0:0 und Erfurt 1:1. Heißt für die Tabelle:

Platz 15 – Fortuna Köln – 43 Punkte
Platz 16 – Erfurt – 41 Punkte
Platz 17 – Paderborn – 39 Punkte
————————–
Platz 18 – Bremen II – 38 Punkte
Platz 19 – Mainz II – 33 Punkte
Platz 20 – Frankfurt – 24 Punkte (nach Punktabzug)

Wir haben es ab jetzt in der eigenen Hand!

Vor vier Wochen war der Abstieg gefühlt schon fast besiegelt mit 6 (inkl. Torverhältnis 7) Punkten Abstand auf das rettende Ufer. Aber wieder läuft es für uns. Und jetzt können wir es selbst schaffen. Mit Aykut Soyak, dem Mann der letzten Wochen (6 Spiele, 3 Tore, 2 Assists) und unserer Lebensversicherung ist da tatsächlich jemand, der den Unterschied machen kann. Ich würde noch ein paar Namen nennen, aber es ist eine gemeinschaftliche Leistung, dass man die Punkte holt. In der Abwehr, wie auch davor wird konsequenter gearbeitet. Wenn man es schafft diese Leistung zu halten schaffen wir den Klassenerhalt.

Zwei mal Zuhause und einmal auswärts

Es folgen jetzt nur noch Zwickau und Münster in der Benteler Arena und Osnabrück auswärts. Das werden harte Spiele und man muss definitiv noch was drauf legen, wenn man da bleiben will wo man jetzt ist. Der Sieg in Unterzahl sollte aber auch dem letzten klar gemacht haben, dass wir jederzeit noch was reißen können und viel Selbstvertrauen geschafft haben. Zudem kommt Michel zurück nach seiner Verletzung.

Wir können positiv in die letzten Spiele gehen. Vergesst aber nicht: Wir werden vermutlich nicht die letzten drei Spiele gewinnen, eine Niederlage ist aber noch immer kein Beinbruch bei schweren Gegnern. Auch dann heißt es Ruhe bewahren und noch einmal DIESES TOR, oder DIESES HIER anschauen und Mut für die restlichen Spiele schöpfen.

Das war der HAMMER! Wir sehen uns Samstag im Benteler Superdome!

Euer PaderOptimist

4, Grundtugenden in der Domstadt

Das Restprogramm:

Spieltag 29: Auswärts – Hansa Rostock (Platz 15)  (1:1)
Spieltag 30: Zuhause – Großaspach (Platz 7) (1:2)
Spieltag 31: Auswärts – Hallescher FC (Platz 10) (1:1)
Spieltag 32: Zuhause – FSV Frankfurt (Platz 18) (3:0)
Spieltag 33: Auswärts – Aalen (Platz 13 nach Punktabzug) (0:4)
Spieltag 34: Zuhause – Lotte (Platz 11) (3:1)
Spieltag 35: Auswärts – Fortuna Köln (Platz 15) (Livestream auf WDR.de)
Spieltag 36: Zuhause – FSV Zwickau (Platz 6)
Spieltag 37: Zuhause – Münster (Platz 12)
Spieltag 38: Auswärts – Osnabrück (Platz 5)

Noch 8 Punkte (Geholt: 8 von 18)

Die Tabelle:

Platz 15 – Fortuna Köln – 43 Punkte
Platz 16 – Erfurt – 40 Punkte
Platz 17 – Bremen II – 37 Punkte
————————–
Platz 18 – Paderborn – 36 Punkte
Platz 19 – Frankfurt – 24 Punkte (nach Punktabzug)
Platz 20 – Mainz II – 27 Punkte

Das letzte Ligaspiel: Grundtugenden gegen Lotte

Das erste Ligaspiel mit der neuen Trainerhoffnung Steffen Baumgart. Und tatsächlich, im Vergleich zum Pokalspiel war die Mannschaft wie ausgewechselt. Die vom Trainer verlangten Grundtugenden wurden nach langer Zeit mal wieder abgerufen. Die Spieler sind gerannt, haben sich in die Bälle geworfen und wenn der Ball verloren ging, wurde sich sofort wieder darauf geworfen.

Verdient ging man so in der 8. Minute in Führung. Nach einem Freistoß! Hört, hört, wir werden zum Finale hin bei Standards doch noch wieder gefährlich. Freistoß Bickel, per Kopf perfekt weitergelegt von Dedic auf Zolinski, der dann aus kurzer Distanz direkt einnetzen kann. Bis zur 30. Minute hatten wir dann noch einige Großchancen. Danach ging das Spiel hin und her. Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir uns ein bisschen zu sehr hinten reingestellt, aber Lotte konnte offensiv nicht viel ausrichten.

In der zweiten Hälfte ging es dann genau so weiter wie am Ende der ersten. Lotte hatte mehr den Ball, kam aber nicht gefährlich vors Tor.
In der 65. Minute kam dann der Bruch im Spiel: Lottes Nummer 16, Neidhart, bekam die gelb-rote Karte und wir spielten in Überzahl. Durch einen vermeidbaren Freistoß und einen Kollektivschlaf der Abwehr kam Lotte direkt danach zum Ausgleich. Die Mannschaft musste sich wieder kurz berappeln, dann ging es wieder nach vorne.
In der 70. Minute gab es dann einen (unberechtigten) Elfmeter. Aber ganz ehrlich? Wen juckt es? Wir hatten fast nur Pech die letzten zwei Jahre was Elfmeterentscheidungen angeht und diesen einen nehme ich dann gerne an.

Zur Überraschung gab es kein Zögern und weder der eingewechselte van der Biezen, noch Strohdiek nahmen sich den Ball. Es war der Kapitän, der ihn sich direkt nahm und antrat. Und er war drin! (Video) Die Dämme brachen und die Stimmung war super.
Übrigens: Im Interview nach dem Spiel sagte Baumgart, dass er das so festgelegt hat, dass der Kapitän selbst anzutreten hat.

Lotte wollte noch nach vorne spielen, aber die Lücken, die sich dadurch ergaben nutzte dann Bickel, der mustergültig auf Soyak spielte, der alleine auf den Torwart zulief und eiskalt verwandelt hat. Das muss man erstmal so machen in der Situation! Fakt am Rande: Am Sonntag feiert er seinen 22. Geburtstag!

Von Domstadt zu Domstadt! Auf nach Köln!

So fährt man am Freitag nun mit nicht den schlechtesten Gefühlen nach Köln und sollte man an die Leistung anknüpfen können, ist ein Auswärtsdreier durchaus machbar.
Der Kampf und der Wille hat schon gestimmt gegen Lotte. Dennoch darf man nicht übersehen, dass Lotte mit wenig Selbstvertrauen gespielt hat und kein gutes Spiel gemacht hat.

Köln ist mit sieben Punkten Abstand zu uns noch einmal in den Abstiegssumpf mit reingerutscht. Mit einem Sieg wären es zehn Punkte bei noch drei Spielen und der Klassenerhalt sicher. Bei einer Niederlage wäre man im schlimmsten Fall nur noch vier Punkte vom Abstieg entfernt. Grund genug alles in die Waagschale zu werfen was da ist, auch wenn das letzte Spiel in Zwickau 2:1 verloren ging.

Da wir freitags spielen und unser erster Konkurrent Bremen II erst am Samstag, können wir vorlegen und sie so unter Druck setzen. Keine Ahnung ob sowas wirklich ein Vorteil ist, aber zumindest können wir für eine Nacht die Abstiegsränge verlassen. Wer hätte das noch vor zwei oder drei Wochen gedacht?

Zum Personal:

Michel hat heute wieder angefangen zu trainieren, ist für Freitag aber noch keine Alternative. Heidinger hat Probleme mit der Hüfte und Boeder hat sich in der letzten Minute des Vormittagtrainings verletzt. Die Diagnose steht zu diesem Zeitpunkt noch aus. Mannek wird auch nicht zur Verfügung stehen. Auf der PK sprach Baumgart davon, dass der Kader ähnlich aussehen wird wie gegen Lotte, dass man sich aber auf den Gegner einstellen möchte und dementsprechend Personal wechseln könnte.

Es ist schwer eine wirkliche Prognose für das Spiel abzugeben. Das Spiel gegen schwache Lotteraner war gut, aber bei Trainerwechseln ist das die ersten zwei Spiele meist so. Da ich aber das Pokalspiel gegen Sprockhövel nicht zähle, gewinnen wir das Ding am Freitag. Bremen spielt gegen Großaspach unentschieden und Erfurt verliert in Chemnitz. Wir verlassen die Abstiegsränge und sind bis auf einen Punkt an Platz 16!

So und nicht anders!

Links zum Spiel:

Der nicht mehr so anstößige aktuelle PaderCast
Das Spiel läuft im Livestream auf WDR.de
Das Wiederholung der Konferenz vom Samstag in der WDR Mediathek
Die PK vor dem Spiel
Infos vom SCP zum Spiel und für die Auswärtsfahrer
Ein Lesenswerter Gegnercheck der Fortuna zum Spiel mit einem Fokus auf Lukas Kruse

Hashtag des Spiels: #FORSCP

Euer PaderOptimist

 

 

 

(Noch) Kein Platz für Euphorie

Zwei Heimsiege in Folge, im Westfalenpokal eine Runde weiter. Trotzdem kein Grund in Euphorie auszubrechen.

Es war der 24.10.2015 als wir den zweiten Sieg hintereinander mit Effenberg gefeiert haben. Der 18.03.2016 als wir drei Spiele hintereinander ungeschlagen waren mit René Müller. Zum Ende des letzten Jahres freuten wir uns über eine völlig ausgewechselte Mannschaft nach zwei Siegen in Folge zur Winterpause.

Es war das selbe Bild der Spieler, dass nach den Trainerwechseln sichtbar wird. Das ist natürlich nichts neues oder ungewöhnliches. Bei anderen Teams aller Ligen funktioniert dieses Schema genau so. Bei uns folgte aber leider nach zwei starken Spielen immer das böse Erwachen in den letzten zwei Jahren. Mit Effenberg gewannen wir nicht ein Spiel bis zu seiner Entlassung (6U/7N). Mit Müller holten wir ligaübergreifend noch 7 Siege bei 5 Unentschieden und 13 Niederlagen. Auch Emmerling, der mit Finkes Rücktritt vom Rücktritt eingestellt wurde, konnte nach der anfänglichen Euphorie nicht mehr überzeugen (2S/3U/9N). Die Interimstrainer lasse ich hier mal außer Acht.

Natürlich will ich die Leistung im letzten Heimspiel nicht schmälern. Atalans Gesicht bei der PK nach dem Spiel beschreibt die Leistung ganz gut. Auch haben wir verdient, aber auch mit etwas Glück, gewonnen und uns die drei Punkte geholt. Aber auch unter Effenberg und Emmerling sah man in den ersten zwei Spielen, was die Mannschaft kann und wozu sie im Stande ist. Auch bei Lichtblicken wie Soyak, Zolinski und im letzten Spiel auch Bickel, zitiere ich unseren neuen Trainer: „Wir haben noch nichts erreicht“. Wir haben gewonnen und den Abstand auf das rettende Ufer verkürzt, aber eben auch nur das. Wenn Bremen II jetzt alles gewinnt, sind wir weiterhin draußen!

Es gilt nachzulegen und das nicht nur gegen Köln. Es folgen zwei Heimspiele gegen Zwickau und Münster ehe es zum Finale nach Osnabrück geht. Schwierige Aufgaben, aber sie sind zu lösen. Zwickau und Osnabrück kämpfen noch mit um den Aufstieg, die werden alles reinhauen. Münster hingegen ist noch rechnerisch gefährdet, sollte aber durch sein.

Was jetzt kommen muss ist die Konstanz. Ich mag mich gar nicht mehr auf das nächste Spiel freuen, denn bisher war es so: Wenn man Hoffnung geschöpft hat und sich auf das nächste Spiel gefreut und mit einem Sieg gerechnet hat, oder zumindest mit dem Willen diesen unbedingt zu wollen, gab es immer auf die Mütze. Zuletzt die fiese Pleite gegen Aalen, die auch Emmerling den Job kostete.

Was bist du denn für ein Optimist?

Ja, klingt nicht so optimistisch, aber ich bin absolut vom Klassenerhalt überzeugt. Mit Krösche und jetzt Baumgart, der mit hoffentlich stärkerer Hand das weiterführt, was Emmerling angefangen hat, kann es was werden. Dazu kommt noch, dass es nur noch 4 Spiele sind und ein Punkt. Sollten wir also im nächsten Spiel vor Bremen kommen, haben die wiederum nur noch 3 Spiele Zeit um wieder vor uns zu kommen. Klar, sollte Bremen alles gewinnen können wir nur hoffen, dass Erfurt keine Lizenz bekommt für die 3. Liga. Aber das glaube ich nicht. Die Spieler sollten jetzt noch mehr motiviert sein wo man sieht, dass es wirklich noch machbar ist die Klasse zu halten. Mit Soyak und Zolinksi haben wir zwei Spieler in einer sehr starken Phase. Vielleicht kommt Michel noch zurück und kann mit seiner Schnelligkeit und Dribbelstärke helfen. Wir haben es fast wieder selbst in der Hand, aber für Euphorie ist es (noch) zu früh.

Euer PaderOptimist

5, Eine dramatische Woche

Viel passiert ist diese Woche. Wir haben einen neuen Trainer, wir sind im Westfalenpokal eine Runde weiter gekommen und jetzt geht es gegen Lotte.

Das Restprogramm:

Spieltag 29: Auswärts – Hansa Rostock (Platz 15)  (1:1)
Spieltag 30: Zuhause – Großaspach (Platz 7) (1:2)
Spieltag 31: Auswärts – Hallescher FC (Platz 10) (1:1)
Spieltag 32: Zuhause – FSV Frankfurt (Platz 18) (3:0)
Spieltag 33: Auswärts – Aalen (Platz 13 nach Punktabzug) (0:4)
Spieltag 34: Zuhause – Lotte (Platz 11) (WDR Konferenz)
Spieltag 35: Auswärts – Fortuna Köln (Platz 14)
Spieltag 36: Zuhause – FSV Zwickau (Platz 8)
Spieltag 37: Zuhause – Münster (Platz 12)
Spieltag 38: Auswärts – Osnabrück (Platz 7)

Noch 11 Punkte (Geholt: 5 von 15)

Die Tabelle:

Platz 15 – Wiesbaden – 42 Punkte
Platz 16 – Erfurt – 39 Punkte
Platz 17 – Bremen II – 37 Punkte
————————–
Platz 18 – Paderborn – 33 Punkte
Platz 19 – Frankfurt – 24 Punkte (nach Punktabzug)
Platz 20 – Mainz II – 27 Punkte

Das letzte Ligaspiel: …

Über das Aalen Spiel möchte ich nicht viel reden, es war ein desaströser Einbruch nach dem Rückstand kurz vor der Halbzeitpause. Wir verloren zu recht mit 0:4 und Trainer Emmerling musste seinen Platz für Steffen Baumgart räumen.

Das erste Spiel unter dem neuen Trainer: Westfalenpokalhalbfinale gegen Sprockhövel

Das erste Bild von der Mannschaft konnte er sich im Halbfinale des Westfalenpokals machen. Dort setzte er auf die erfahrenen Spieler und die jungen Spieler, die sich zuletzt in der Mannschaft festgespielt haben wie Soyak, Rupp, Riski und Boeder mussten auf der Bank oder gar auf der Tribüne Platz nehmen.

Die Leistung der Mannschaft war eher so medium. Das meiste von dem, was Baumgart als Grundtugenden (Laufbereitschaft, Kampf und Wille) gefordert hat, blieb die Mannschaft schuldig. So führten die Gäste aus Sprockhövel nach 35 Minuten verdient mit 0:1. Kurz vor der Pause schaffte Piossek mit einem strammen Schuss noch den Ausgleich. In der zweiten Hälfte kam von beiden Seiten nicht viel und so ging es in die Verlängerung. Die Gäste waren sichtlich ausgepowert und so kamen wir wieder zu Chancen. Dedic vergab allerdings eine nach der anderen. Sturmkollege Van der Biezen war gänzlich unsichtbar. So kam es dann, dass Sebastian nach einer Ecke mit dem Kopf den Führungstreffer erzielte. Durch den eingewechselten Vucinovic, der nur die Latte traf, hätte man den Deckel drauf machen können, aber es  blieb beim 2:1 und wir sind in Summe verdient, aber dennoch glücklich im Finale, in dem jetzt entweder der kommende Gegner Lotte, oder Rödinghausen auf uns wartet. Das Spiel findet nach Ende der Saison, am „Tag der Amateure“ dem 25. Mai, statt

Ausführliche Worte zum Pokalspiel und zum vergangenen sowie dem nächsten Spiel hört ihr im PaderCast 77 mit Stephan, Kevin, Marko, Sebastian und mir.

Der kommende Gegner: Sportfreunde Lotte

Mit jetzt auch sicher nur 4 Punkten hinter Bremen II (Niederlage im Nachholspiel gegen Wiesbaden) und somit dem rettenden Ufer nahe, geht es gegen Lotte. Lotte war die Überraschungsmannschaft der Hinrunde. Uns haben sie im Hinspiel als noch Favorit ganz schön nass gemacht und wir verloren 0:6. Nach dem Spiel durfte Rene Müller seine Segel streichen und nachdem Interimstrainer Florian Fulland zwei Spiele leiten durfte kam Stefan Emmerling.

In der Rückrunde sieht die Welt etwas anders aus. Wir sind der Underdog und Lotte ist in den ganzen englischen Wochen ganz schön die Puste ausgegangen. Allerdings haben die einen Plan und nichts mehr zu verlieren, der Klassenerhalt scheint sicher mit 12 Punkten Vorsprung und nach oben geht auch nichts mehr.

Lotte hat eine lange Torflaute hinter sich und konnte den Bann gerade erst gegen die starken Zwickauer beenden. Gut möglich, dass sie wieder an alte Stärke anknüpfen wollen und wir recht kommen als Aufbaugegner. Andererseits ist es auch gut möglich, dass nachdem eigentlich alles durch ist, eine nicht allzu gierige Mannschaft auf dem Platz stehen wird.

Wie wir spielen werden ist nach dem Trainerwechsel eine Wundertüte. Eigentlich gewinnt man ja die ersten zwei Spiele nach dem Trainerwechsel, aber das Pokalspiel verhieß nichts Gutes. Die Aufarbeitung des Westfalenpokalspiels dauerte satte 90 Minuten und in der Pressekonferenz vor dem Spiel fand der neue Trainer deutliche Worte zur Leistung und versprach Auswechslungen in der Startelf „um auch frisches Blut rein zu bekommen“. Außerdem forderte er eine andere Körpersprache als die gezeigte im Pokal. Ich hoffe, dass ein Soyak, Zolinksi und Boeder spielen werden. Meine kleinen Lichtblicke in diesem tiefen Sumpf.

Es werden 4000 Zuschauer erwartet.
Das Spiel läuft im WDR in der Konferenz mit Duisburg.
REWE spendet 840 Karten an das Fanprojekt.

Aus Protest, weil scheinbar niemand mehr an den Klassenerhalt glaubt, tippe ich auf einen starken Heimsieg! 3:0!

Euer PaderOptimist

Links:

Hier geht’s zur Pressekonferenz vor dem Spiel
Hier geht’s zur Trainervorstellung von Steffen Baumgart
Hier geht’s zur Zusammenfassung der NW zum Westfalenpokal
Hier geht’s zum PaderCast 77

Westfalenpokal: Halbfinale!

In so einer wirklich unfassbar schlechten sportlichen Lage können wir in dieser Saison trotz allem den ersten Titel seit Ewigkeiten holen.

Es geht natürlich um den Krombacher Westfalenpokal. Wir stehen aktuell im Halbfinale und spielen morgen in der Benteler-Arena gegen den Tabellenletzten der Regionalliga West. Die TSG Sprockhövel. Einer der wenigen Momente, wo man sagen muss: Da ist siegen Pflicht!
Denn der Sieg im Westfalenpokal wäre nicht nur ein Ausbau unseres Rekordes in diesem Wettbewerb (bisher sieben Titel), sondern am wichtigsten ist, die Berechtigung zur Teilnahme am DFB Pokal, an dem wir sonst nicht teilnehmen in der nächsten Saison.

Da wir seit Sonntag einen neuen Trainer haben, ist die Aufstellung eine Wundertüte. Ich schätze, er lässt Kämpfer wie Krauße und Bertels spielen und nimmt „Schönspieler“ wie Schonlau raus. Grundsätzlich darf man gespannt sein, wer bei ihm einen guten Eindruck hinterlässt, denn auf der PK machte er einen sehr… strengen Eindruck.

Natürlich muss man als eine Klasse höhere Mannschaft gewinnen, aber es sind schon einige Drittligisten im jeweiligen Verbandspokal gegen die Amateure ausgeschieden. Auch wenn Sprockhövel fast keine Chance mehr auf den Klassenerhalt hat, setzt ein Spiel gegen ein höherklassiges Team immer wieder Energien frei. Und dass wir nicht in Bestform sind, brauch ich glaub ich nicht extra erwähnen.

Im letzten Westfalenpokalspiel gegen Verl waren ganze 768 Zuschauer in der Benteler-Arena. Gefühlt ein Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ich gehe aber davon aus, dass bei besserem Wetter als an diesem nass-kalten Dienstagabend im Februar, mit einem neuen Trainer, mehr als 1000 Zuschauer dabei sein werden.

Was gibt es noch zu sagen? Die Eintrittspreise sind deutlich günstiger als in der Liga.
Stehplatz 8/6 Euro (Vollzahler/Ermäßigt) [nur Südtribüne/Gästeblock E]
Sitzplatz 16/12 Euro [nur Westtribüne/Gästeblock G]
Kinder 6 Euro
Rollstuhlfahrer/Sehbehinderte inkl. Begleitperson 6 Euro

Die Tickets gibt es nur an der Tageskasse eine Stunde vor Anpfiff. Dafür gelten die Tickets nicht mehr für die öffentlichen Verkehrsmittel.

Übertragen wird das Spiel sicher nicht. Das Finale, sollten wir es erreichen, würde beim „Tag der Amateure“ im WDR übertragen werden. Vermutlich in der Konferenz. Mit fünf anderen Spielen.

Ich bin gespannt, was Baumgart so raushaut nach drei Trainingseinheiten und wie sich die Mannschaft gibt. Ich tippe auf ein 3:1 Sieg und Riski trifft.

Euer PaderOptimist

Links:

Hier geht’s zu den offizielen Vereinsinfos
Hier
geht’s zur Infoseite des FLVW
Hier geht’s zur Übersicht des aktuellen Tunierverlaufs
Hier geht’s zum Schwarzundblau Blogartikel
Hier geht’s zum letzten Artikel zum neuen Trainer Baumgart

SC Paderborn – Eine neue Hoffnung, Steffen Baumgart

Der SC Paderborn hat den 3. Trainer der Saison gefunden. Steffen Baumgart soll mit dem SCP die Klasse halten.

So schnell geht es, heute Morgen lag für Stefan Emmerling die Beurlaubung im Osternest und schon steht mit Steffen Baumgart der nächste „Retter“ in der Tür.

Update 17.04.17

Heute gab es die erste PK mit unserem neuen Trainer die man HIER nachschauen kann.

Es war eigentlich das Übliche. Niemand erwartet hier wirklich irgendwelche großen Wunder und Überraschungen. So soll er einfach in fünf Spielen versuchen die nötigen Punkte zu holen und den Klassenerhalt zu sichern. In Summe war die PK recht knapp, allerdings muss man auch dazu sagen, was will man noch fragen? Die Karten liegen auf dem Tisch, Punkte zählen.

Markus Krösche äußerte sich, das er es jetzt für nötig hielt einen neuen Impuls zu setzen so wie das letzte Spiel gelaufen ist. Seriöserweise stand man natürlich schon vor der Entlassung von Emmerling mit Baumgart in Kontakt um auf die Situation vorbereitet zu sein.

Insgesamt machte Baumgart einen sehr bestimmten Eindruck und er könnte die Jungs vielleicht nochmal richtig antreiben für das große Finale

O-Töne der PK:

„Es ist eine reizvolle und machbare Aufgabe“
„Fußball ist eine Kampfsportart“
„Taktisch brauche ich den Jungs nichts beibringen, wichtig sind die Grundtugenden“

In den sozialen Medien habe ich schon mitbekommen das der neue Trainer eher belächelt wird. Ich finde das falsch. Klar, was soll der Trainer bei der Mannschaft noch reißen, aber vielleicht ist das der Arschtreter den wir brauchen um die Jungs nochmal auf Spur zu bekommen. Taktisch und Technisch haben wir mit Sicherheit die wenigsten Probleme, jetzt muss sich der Popo bis zum Hals aufgerissen werden. Wir haben noch 7 wichtige Spiele vor uns (inkl. Westfalenpokal). Lasst uns dem Trainer die Chance geben, vielleicht schafft er das Wunder.

Ursprünglicher Text

Ich weiß ganz ehrlich gesagt nicht, was ich dazu sagen soll. Erfahrungstechnisch ist Baumgart auf einem ähnlich Level wie Emmerling. Bis August letzten Jahres war er Trainer bei Regionalligist Berliner AK, seiner ersten Station als Trainer. Wurde dort nach den ersten fünf Spielen der Saison mit nur einem Sieg aus fünf Spielen entlassen (eine Niederlage und drei Unentschieden).

In der Saison zuvor war er als Vize-Meister nur knapp am Aufstieg gescheitert (punktgleich mit dem Ersten, gescheitert an der ein! Tor schlechteren Tordifferenz) und wurde zum Berliner Trainer der Saison 2015/16 gekürt. Dass so ein Trainer nach nur fünf Spieltagen direkt wieder entlassen wird, deutet entweder auf einen nur siegorientierten Verein hin, oder auf etwas Tiefgründigeres hinter den Kulissen.

Zitat von Fupa.net

Der Regionalligist Berliner AK hat sich nach der Vizemeisterschaft im Vorjahr von Cheftrainer Steffen Baumgart getrennt.

Nach nur einem Sieg aus den ersten fünf Spieltagen (1:0 gegen Meuselwitz) hat der Berliner AK Steffen Baumgart freigestellt. Baumgart hatte den BAK vor der Saison 15/16 übernommen und ist nur knapp an der Meisterschaft vorbeigeschrammt.

Zudem gelang dem 44-Jährigen mit dem BAK die erfolgreichste Rückrunde aller Vereine der Regionalliga Nordost und in seiner Premieren-Saison holte die Mannschaft 23 Siege aus 34 Spielen, woraufhin der Vertrag mit dem Fußballlehrer um eine weitere Saison verlängert wurde.

Problem der neuen Saison waren namhafte Abgänge und einige Verletzungen. Dazu noch die Gegner, die stark gepunktet haben. So war der Berliner AK nach fünf Spieltagen satte neun Punkte hinter dem Ersten und es wurde da schon die Reißleine gezogen.

Als Spieler spielte er 225 mal in der 1. Liga (29 Tore) und 142 mal in der 2. Liga (36 Tore) bei Cottbus, Union Berlin, Hansa Rostock und dem VfL Wolfsburg.

Baumgart beim SCP

„Wir wollen einen neuen Impuls setzen und sind fest davon überzeugt, dass Steffen Baumgart der richtige Mann in unserer aktuell schwierigen Situation ist“ sagt Markus Krösche in der offiziellen Pressemitteilung.

Er bekommt einen Vertrag für die 3.Liga bis zum Ende der Saison (Danke Heinemann)

Was er hier reißen kann in den letzten Tagen ist natürlich davon abhängig wie sehr die Spieler mitziehen, bzw. wie sehr die noch motiviert werden können. Ich vermute das hier schon für die nächste Saison geplant wird und er nicht als richtiger „Feuerwehrmann“ kommt

Es ist Markus Krösches erste Personalentscheidung und man kann gespannt sein was er für ein Händchen hat bei Trainern. Michael Born hat das bis zur Erstligasaison hervorragend gemacht und an nichts anderem muss er sich jetzt messen lassen.

Ich denke es sollte auch jeden klar sein, das es nicht an den Trainern liegt das wir drei mal hintereinander Absteigen, oder zumindest in der akuten Gefahr schweben. Ich hoffe auf den Klassenerhalt, aber es ist unumgänglich das sich der SCP sportlich komplett neu aufstellt. Krösche ist der Anfang und ich hoffe das er es schafft die sportliche und perspektivische Wende einzuleiten. Die Fehler der letzten Jahre die uns in diese Situation gebracht haben dürfen nicht mehr wiederholt werden!

Es ist auf jeden Fall die wirklich allerletzte Patrone der Saison und Dank Niederlagen von Wiesbaden und Bremen II haben wir „nur“ 4 Punkte Rückstand bei noch 5 Spielen auf das rettende Ufer. Ein Strohhalm an den man sich jetzt klammern muss. Ansonsten muss man nach zwei Spielen wieder einen neuen Trainer holen und man hat seine vier Siege in fünf Spielen.

Wie er sich präsentieren wird sehen wir schon am Dienstag beim Westfalenpokalspiel gegen Sprockhövel in der Benteler-Arena. Ein Grund mehr vorbei zu schauen.

Euer PaderOptimist

Links:

Hier geht’s zum Kicker Artikel über die Entlassung Steffan Baumgartls.

Hier geht’s zum Artikel von Fupa.net zur Wahl des Berlin-Trainers des Jahres.

Hier geht’s zum Abschiedsartikel zu Steffan Emmerling.

Hier zur offizielen Mitteilung des SCP.

Hier geht’s zu Stephan’s Meinung zur Situation. (Schwarzundblau Blog)

 

Nächster Trainer entlassen. Danke Stefan Emmerling 

Danke Stefan Emmerling. Die Zeit war kurz beim SC Paderborn, aber es sollte leider nicht sein

Ich hatte nicht mehr damit gerechnet aber plötzlich sehe ich auf meinem Handy die Nachricht: „SCP trennt sich mit sofortiger Wirkung von Chef-Trainer Emmerling“

Hier geht’s zur offiziellen Pressemitteilung

Ein Paukenschlag für das große Finale. Am Nachmittag soll direkt ein neuer Chef-Trainer vorgestellt werden. Das ist so der Vorteil wenn man einen Manager Sport hat, der kann sich damit beschäftigen wer Nachfolger wird im Falle einer Entlassung bevor es so weit ist.

Emmerling war nach Erfolgstrainer Breitenreiter und dem Abstieg aus der 1. Bundesliga der 4. Chef-Trainer der das Ruder herum reißen sollte. Es gab die üblichen zwei Siege nach einem Trainerwechsel gegen Münster und Osnabrück, gegen die die Mannschaft wirklich stark gespielt hat. Insgesamt hatte man mit Emmerling den Eindruck das es mit ihm bergauf gehen kann. Er strahlte Ruhe und Selbstvertrauen aus und man spielte besser. Vier Neuverpflichtungen sollte die Mannschaft abrunden, zwei mussten gehen.

Es kam dann anders als erhofft. Nach einer einer unnötigen Pleite gegen den Tabellenführer zum Start der Rückrunde in der uns ein Tor unseres Stürmers van der Biezen nicht anerkannt wurde folgte der letzte Sieg gegen den Tabellenletzten Mainz II für 10! Spiele bis endlich wieder der Erfolg zurück kommen sollte gegen sehr schwache Frankfurter die 3:0 geschlagen wurden. Kein souveräner Sieg auch wenn das Ergebnis sich so anhört.

So kam es das die selbe Elf, die zuvor 3:0 gegen Frankfurt gewonnen hat, alles zu vergessen haben scheint und völlig zu recht  0:4 gegen Aalen baden gegangen ist. Das es nicht Mals eine gelbe Karte gab zeigt das man sich nicht im Ansatz dagegen gewehrt hat.

„Ein neuer Impuls“ soll die Wende bringen. Der 3 Trainer in dieser Saison soll die Wende bringen. Leider im modernen Fußballgeschäft die einzige Möglichkeit die man noch hat.

Danke an Stefan Emmerling für die geleistete Arbeit. Ich glaube nicht das es am Trainer liegt sondern an der Mannschaft, aber hey. Noch zwei Trainer bis zum Klassenerhalt.